MÁTYÁS VARGA

Mátyás und ich lernten uns in der ersten Hälfte der 90er Jahre in Dresden kennen, über lange Zeit haben wir uns dann jedoch wieder aus den Augen verloren. Seit er nach Berlin gezogen ist, haben wir wieder losen Kontakt, vor allem über die "Sozialen Netzwerke". Seine bildhauerische Arbeit kannte und schätze ich, sein malerisches und grafisches Werk ebenso, nun interessierte mich die Galerie, die er seit 2017 in Berlin Moabit betreibt.

Mátyás Varga kam in Budapest als Sohn des ungarischen Bildhauers Imre Varga zu Welt. Der Vater führte ihn an das bildnerische Gestalten heran, später dann besuchte Mátyás ein Fachgymnasium für bildende und angewandte Kunst in der ungarischen Hauptstadt.

In Dresden studierte er an der Hochschule für Bildende Künste im Fach Bühnenbild. Schon während der Studienzeit entwickelte er vermehrtes Interesse für Malerei und Bildhauerei. In seiner Dresdner Zeit schuf er einige viel beachtete Werke wie die Holocaust-Skulptur auf dem Neuen Jüdischen Friedhof und das Erich-Kästner-Denkmal vor der Villa Augustin, dem heutigen Kästner-Museum.

Seit seinem Umzug nach Berlin entstanden dort zahlreiche Werke im Bereich Kunst am Bau und im privaten Auftrag. Hier begann er neben dem bildkünstlerischen Schaffen mit der Arbeit als Kurator und Kunsthändler in der eigenen Galerie KUNSTWERKBERLIN, die er wiederum als Plattform seiner künstlerischen Arbeit sieht. So stellt er in den Räumen selbst aus und organisiert internationale Begegnungen.

In der Galerie entstand während eines unterhaltsamen Montagvormittags die Portraitreihe für mein "Köpfe"-Projekt.

Neben seinem Wirken als Künstler und Galerist betätigt sich Mátyás Varga, der eine klassische Gesangsausbildung genoss, als Lied- und Oratoriensänger im Stimmfach Bass.